Feuerwehren aus Loburg und Hobeck nutzen Wohnblock, bevor er abgerissen wird
Leer stehendes Haus in Hobeck erlaubt Einsatzübung unter realen Bedingungen

Von Stephen Zechendorf
Volksstimme 31.01.2012
 

Einen nicht mehr genutzten Wohnblock in Hobeck haben am vergangenen Freitagabend die Kameraden der Feuerwehren aus Hobeck und Loburg nutzen können.

Das war endlich mal ein Übungsort, an dem unter realistischen Bedingungen geübt werden konnte. Noch in diesem Jahr soll der "leergewohnte" Wohnblock am Ortsausgang von Hobeck in Richtung Göbel abgerissen werden, zuvor jedoch durften die Blauröcke hier den Ernstfall proben. Der Loburger Wehrleiter Heiko Bartel schildert das angenommene Szenario: "Gemeldet wurde gegen 18.30 Uhr ein Wohnblockbrand an der L 56. Es brennt demzufolge im zweiten Obergeschoss und im Dachgeschoss. Es sollen sich noch Menschen im Haus befinden.

Ausgegebenes Ziel der Übung war das Üben von Menschenrettung und Brandbekämpfung, auch unter den erschwerten Bedingungen der Atemschutzausrüstung. Immer wieder geübt werden soll auch der Umgang mit der Einsatztechnik und die Herstellung der Löschwasser-versorgung. In diesem Fall musste eine Leitung zu einem Brunnen auf der anderen Straßenseite gelegt werden. "Bei der Übung konnten wir auch das Zusammenspiel mit den Kameraden der Hobecker Feuerwehr üben", erklärt Heiko Bartels weiter.

"Fensterln" für den guten Zweck. Mit der Leiter gelangen die Retter zu den eingesperrten Hausbewohnern.

Es wurde ein arbeitsreicher Abend für die Ehrenamtlichen: Ein Hausbewohner musste per Leiter über das Dachgiebelfenster befreit werden, und dann sollte auch noch ein Kamerad gerettet werden, der laut Übungsanweisung beim Einsatz zu Schaden gekommen war.

"Es hat alles gut geklappt", gab sich der Loburger Wehrleiter nach Ende der Übung zufrieden. Bei der Übung sollte es nicht um Schnelligkeit gehen, das stand spätestens fest, nachdem an diesem Abend der Winter sich auch in der Region um Loburg niederließ. "Die Sicherheit steht im Vordergrund", betonte der Wehrleiter. Dem Löschwasser konnten die niedrige Temperaturen nichts anhaben, weil das Wasser in Bewegung blieb. Bei einer zu langen Wegstrecke durch die Schläuche oder einer Löschpause können Minusgrade aber zum ernsten Problem werden.

Die Feuerwehren aus Loburg und Hobeck konnten für ihre Übung ein leerstehendes Haus in Hobeck nutzen.

Jährlich erfolgen solche Übungen, für die Atemschutzträger trainieren. An dem Abend der Übung waren acht Atemschutzträger im Einsatz. Insgesamt nahmen an der Übung 18 Kameraden der beiden Wehren teil.

Es mangelt an solchen Übungsgebäuden, in denen man auch mal die Tür aufbrechen darf und hautnah erlebt, was es bedeutet, mit dem Schlauch in einen kleinen Raum hineinzulöschen. Dass solche Wohnungsbrände auch in Loburg passiert sind, daran erinnert Wehrleiter Heiko Bartels. Vor zwei Jahren wurden die Kameraden zu einem Kellerbrand gerufen, auch mit in Flammen geratenen Weihnachtsbäumen hatten sie in der Vergangenheit zu tun.



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