Ehemaliger Ortswehrleiter Heiko Bartel trägt sich beim Neujahrsempfang im Rittergut in das Ehrenbuch der Stadt ein
Loburg besinnt sich auf seine kulturelle Stärken

Von Stephen Zechendorf
Volksstimme vom 21.01.2019

Wie ein roter Faden zog sich am Freitagabend das kulturelle und touristische Potenzial von Loburg durch die Grußworte und Ansprachen des Loburger Neujahrsempfangs. Vertreter von Vereinen, Politik und Institutionen sowie Bürger waren der Einladung des Loburger Ortschaftsrates und Ortsbürgermeisters gefolgt. Mit dem Rittersaal im Barby-Gutshaus als Austragungsort waren alle zufrieden. Ortsbürgermeister Bernd Wünschmann nannte es einen "Sechser im Lotto", dass Robert Dahl den einstigen Familiensitz erworben und einer öffentlichen Nutzung zugeführt habe.

Auch Landrat Steff en Burchhardt (SPD) befand: "Das Rittergut hat den Loburgern viel von ihrem Stolz wiedergegeben." Ganz Loburg habe in den vergangenen zwei Jahren große Schritte nach vorne gemacht: "Die bunte und kulturelle Vielfalt Loburgs entspricht der einer Kreisstadt. Und das machen Sie alles selbst, es gibt in Loburg ganz tolle Vereine und Menschen mit viel Herzblut und Heimatverbundenheit."

Der evangelische Pfarrer Georg Struz fügte hinzu, dass die Öffnung der Laurentiuskirche für die Gäste des Rittergutes eine gute Entscheidung gewesen sei. Er zitierte aus den Einträgen des Gästebuches der Kirche - durchweg positive Sätze der Besucher zu Loburgs Kultureinrichtungen.

Aus Ostbevern angereist waren der amtierende Bürgermeister Wolfgang Annen und dessen Vorgänger Joachim Schindler nebst Gattin. Annen informierte über die Entwicklung der Kommune in Nordrhein-Westfalen: Die Gemeinde hat die 11.000-Einwohner-Marke überschritten und baut sich derzeit ein neues Rathaus. Beim jüngst begangenen Neujahrsempfang von Ostbevern hatte der Starkoch Johann Lafer die erste Flasche eines neuen, in Ostbevern hergestellten Gins erhalten. Die zweite Flasche brachte Annen seinem Amtskollegen nach Loburg mit.

Heiko Bartel trug sich unter den Augen von Bernd Wünschmann und Ingbert Jahnke

Fester Bestandteil der Loburger Neujahrsempfänge ist der Eintrag eines verdienten Bürgers in das Ehrenbuch der Stadt Loburg. In diesem Jahr wurde diese Ehre dem ehemaligen Ortswehrleiter Heiko Bartel zuteil. Die Laudatio hielt Ingbert Jahnke. Besonders hervorzuheben sei Bartels Engagement in der Ortsfeuerwehr, der er seit 1983 angehört. 2001 wurde er von den Kameraden zum Ortswehrleiter gewählt. Bartel war in den Jahren 2001 bis 2008 Mitglied des Stadtrates Loburg gewesen und danach bis 2014 Mitglied im Ortschaftsrat. Für ein Schmunzeln im Saal sorgte der Hinweis von Jahnke, dass Heiko Bartel seinen NVA-Dienst in Berlin bei der Mahnwache der "Ewigen Flamme" absolvierte. Heiko Bartel zeigte sich überrascht: "Damit habe ich wirklich nicht gerechnet, ich bin zutiefst gerührt."

Die musikalische Umrahmung hatte Carolin Schreck aus Zerbst übernommen.

Nach dem offiziellen Teil blieben die Gäste noch lange, und genossen es, das Rittergut auch nach den üblichen Öffnungszeiten für sich in Anspruch nehmen zu können.

Im Rittersaal des Barbyhauses versammelten sich zahlreiche Vertreter von Vereinen, Institutionen und aus der Kommunalpolitik.



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