Über 100 000 Euro Sachschaden / Ortsfeuerwehren können Schlimmeres verhindern / Polizei sucht Zeugen
Scheunenfeuer in Loburg: Brandstiftung?

Von Stephen Zechendorf
Volksstimme vom 02.08.2018

In Loburg ist in den frühen Mittwochmorgenstunden eine Scheune bis auf die Grundmauern abgebrannt. In der Scheune waren Stroh und Heuballen sowie Technik gelagert. Die Pferde in einem benachbarten Stall konnten rechtzeitig auf eine Koppel gebracht werden. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf über 100 000 Euro.

Als gegen 5 Uhr in der Frühe die Sirenen gingen, konnte man die dicken Rauchschwaden über Loburg schon von Weitem sehen. Gemeldet wurde der Brand einer Scheune neben der Loburger Tankstelle in der Straße "Münchentor". Als die Freiwilligen Feuerwehren aus Loburg, Möckern, Hobeck, Isterbies, Rosian und Schweinitz am Brandort ankamen, stand das Feldsteingebäude bereits voll in Flammen. Das Gebäude mit der markanten Aufschrift "Münchentor" auf dem Dach gehört zu einem Pferdehof.

Schweißtreibend: Teils konnten die Löscharbeiten nur unter Atemschutz erfolgen.

Die Flammen griff en auch auf ein Nebengebäude über, welches ebenfalls sehr stark beschädigt wurde. Tiere kamen nach letztem Stand nicht zu Schaden. Feuerwehrleute und Hofbesitzer hatten die Pferde, die im benachbarten Stall untergebracht sind, noch rechtzeitig auf eine benachbarte Koppel geführt.

In der Scheune lagerten neben Heu und Stroh auch technische Geräte, so etwa ein Hoflader und ein Trecker. In einer ersten Pressemitteilung wurde der Sachschaden wird mit über 100 000 Euro beziffert.

Sechs Ortsfeuerwehren kamen bei dem Scheunenbrand zum Einsatz.

Die brandtechnischen Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern noch an. Nach Aussagen von Zeugen muss der Brand zwischen 3.30 Uhr und 4.45 Uhr ausgebrochen sein. "Die Ermittler haben am Brandort Spuren gesichert, die nahelegen, dass Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden kann", erklärte gestern der Sprecher des Polizeireviers im Jerichower Land, Falko Grabowski. Die Polizei bittet, Zeugen, die im genannten Zeitraum Beobachtungen zu Personen und/oder Fahrzeugen gemacht haben, dieses der Polizei unter der Rufnummer 03921 / 9200 mitzuteilen.

Die Scheune brannte völlig aus. Die Feuerwehrleute konnten ein Übergreifen auf weitere Gebäude verhindern. Auch wegen des Windes, der in eine andere Richtung wehte, musste ein Übergreifen der Flammen auf den angrenzenden Discounter und die Tankstelle nicht befürchtet werden.

Teils mussten die Kameraden unter Atemschutz arbeiten. Den Ortsfeuerwehren waren unterschiedliche Aufgabenbereiche zugeteilt worden. An vorderster Front wurde die Drehleiter aus Möckern eingesetzt, andere Ortswehren sicherten etwa die Löschwasserversorgung. Hätten die Grundwasserbrunnen wegen der Dürre nicht genügend Wasser liefern können, hätten weiter entfernte Brunnen oder das Trinkwassersystem der Stadt angezapft werden müssen, erklärte der stellvertretende Ortswehrleiter von Loburg, Pieter Schüler.

Aus bislang noch nicht abschließend geklärter Brandursache ist am Mittwochmorgen diese Scheune in Loburg vollständig abgebrannt. Der Sachschaden liegt bei über 100 000 Euro, Menschen und Tiere blieben unverletzt. Die Polizei schließt Brandstiftung nicht aus.



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