Stadtausscheid im "Löschangriff nass" / Stadtwehrleiter Meik Schulz: "Wir-Gefühl ist wichtiger als schnelle Zeiten"
Tryppehna macht seinem Ruf alle Ehre

Von Stephen Zechendorf
Volksstimme vom 29.05.2018

Die Mannschaft der Ortsfeuerwehr Tryppehna hat am Wochenende beim Stadtausscheid im Löschangriff ihren Ruf und ihre Qualität unter Beweis gestellt. Sie belegten den ersten Platz vor den Mannschaften aus Rietzel und Loburg.

Wie undankbar ist es doch eigentlich, bei sich abhetzenden Feuerwehrleuten derart pedantisch auf die Uhr zu gucken? Sollten wir doch froh sein, dass sie überhaupt zu jeder Tages- und Nachtzeit für uns losrennen. Aber einmal im Jahr, da wollen sie es selber ganz genau wissen, die Kameradinnen und Kameraden aus den 27 Ortsfeuerwehren im Stadtgebiet von Möckern. Zugegeben, längst nicht alle Ortsfeuerwehren der Einheitsgemeinde beteiligen sich noch am Stadtausscheid im "Löschangriff nass", bei dem es darum geht, in schnellstmöglicher Zeit eine Schlauchstrecke zu legen und eine Zieleinrichtung vollzuspritzen.

Die Gründe für eine Nichtteilnahme mögen vielfältig sein: Zeitprobleme gehören sicher dazu, andere Ortswehren glauben schlichtweg nicht daran, überhaupt eine Chance bei dem Kampf zu haben. Angesichts der am Sonnabend gelaufenen Zeiten mag das durchaus so sein: Die bundesweit renommierten Feuerwehrsportler aus Tryppehna verteidigten erfolgreich ihren Siegerpokal aus dem Vorjahr und verwiesen die Wehren aus Rietzel und Loburg auf die Plätze zwei und drei (siehe Info-Kasten).

Möckerns Stadtwehrleiter Meik Schulz sieht allerdings weniger die Bestzeiten und Platzierungen im Vordergrund dieser Veranstaltung: "Ich weiß, dass immer wieder diskutiert wird, wie feuerwehrrelevant solch ein Wettstreit überhaupt ist. Aber es geht meiner Meinung mehr um den Zusammenhalt der Feuerwehren und die Pflege des Kameradschaftsgefühls", ist der Stadtwehrleiter überzeugt. Mit der Beteiligung der Wehren ist er noch zufrieden. Wären da nicht etliche Jugendweihefeiern in den Dörfern und eine Hochzeit im Umfeld der Rietzeler Kameraden (die sonst immer zwei Mannschaften stellen) gewesen, wer weiß, ob nicht noch mehr Mannschaften mit von der Partie gewesen wären, so Meik Schulz.

Auch Möckerns Stadtbürgermeister Frank von Holly ist den Kameraden dankbar, dass sie neben dem Ernstfall auch den Feuerwehrsport zum Bestandteil ihres Ehrenamtes machen. Er hob in seiner Begrüßung hervor, dass die Jugendmannschaften bei dem Wettstreit zumindest prozentual stärker vertreten seien, als die Erwachsenen. Sieben Jugendmannschaften, acht Männermannschaften und ein Frauenteam waren bei dem Wettkampf auf Stadtebene mit dabei. Bei den Jugendlichen dominierte am Schluss Wallwitz vor Hohenziatz und Rietzel. Da nur eine Frauenmannschaft aus Loburg antrat, belegte das Team aus der künftigen Walnusshauptstadt Deutschlands ohne Probleme den ersten Platz.

Anders, als noch früher, gilt der Möckeraner Stadtausscheid für die Ortsfeuerwehren nicht als Qualifikation für den sich anschließenden Wettkampf auf Landkreisebene. Der soll am Sonnabend, 9. Juni, ausgetragen werden.

Auf Kommando wird losgerast, die einen Kameraden zerren die Schläuche nach vorne, während die anderen die Pumpe anschmeißen und die Wasserversorgung vorbereiten.

Alle Ergebnisse

Jugend:

1. Wallwitz 40:12
2. Hohenziatz I 40:47
3. Rietzel 40:55
4. Hohenziatz II 44:59
5. Theeßen 50:15
6. Dörnitz 56:38
7. Wörmlitz 1:24 min.

Männer:
1. Tryppehna 24:20
2. Rietzel 27:17
3. Loburg 28:06
4. Wallwitz 29:26
5. Wüstenj./Drewitz 30:02
6. Möckern 33:56
7. Hohenziatz 34:91
8. Lübars 35:64

Frauen:
1. Loburg 32:10
Nur eine Frauenmannschaft aus Loburg nahm beim Stadtausscheidteil. Sie belegten folglich den ersten Platz.



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