Loburger Wehr kann sich auf den Rückhalt des Fördervereines und Nachwuchs aus der Jugendwehr verlassen
Feuer und Flamme, nur nicht zu Ostern

Von Stephen Zechendorf
Volksstimme vom 09.04.2018

Die Freiwillige Feuerwehr kann sich über sechs neue aktive Kameraden freuen. Bei der Jahreshauptversammlung am Freitag wurden die neuen Kameraden in den Dienstgrad Feuerwehrmann erhoben.

Loburgs Ortswehrleiter Tino Lehmann hatte das Jahr 2017 als ein ereignis- und arbeitsreiches Jahr bezeichnet, er hätte es auch stürmisch nennen können. Denn von den insgesamt 57 Einsätzen ging es in immerhin 36 Fällen um die Beseitigung von Sturmschäden. An zweiter Stelle der Einsatzhitparade kamen die Einsätze wegen Brandmeldeanlagen. Sechs Mal schlug ein solcher Melder an, davon fünf Mal im neuen Gezeitenhaus Schloss Wendgräben, erläutert der stellvertretende Wehrleiter Pieter Schüler. Er betonte: "Es handelte sich in keinem Fall um einen Fehlalarm, sondern immer um echte Alarme."

Sieben Mal rückten die aktuell 26 Kameraden (davon zwei Frauen) aus, um den Rettungsdienst zu unterstützen, etwa den per Helikopter gelandeten Notarzt zum Einsatzort zu bringen. Echte Brände gab es im Jahr 2017 zum Glück nur drei. Auch ein Verkehrsunfall findet sich in der Einsatzstatistik der Loburger Kameraden. Die meisten Einsätze erfolgten übrigens in jener Zeit, in der es bei der Einsatzstärke meist eng wird: werktags zwischen sechs und 16 Uhr. Also dann, wenn viele der Kameraden außerhalb zur Arbeit sind.

Der Stadtwehrleiter Meik Schulz war voller Lob für die Loburger: "Ihr seid ein starkes Rückgrat für die ganze Region. Er betonte, wie wichtig es sei, mit den Feuerwehren der umliegenden Orte zusammenzuarbeiten. Er dankte den Loburger Kameraden für deren Unterstützung bei der Ausbildung neuer Kameraden im Stadtgebiet. Dennoch musste der Stadtwehrleiter die Loburger Kameraden enttäuschen. Denn ein moderner Ersatz für das 31 Jahre alte Löschfahrzeug der Marke IFA (W50) ist auch für das Jahr 2018 nicht zu erwarten.

Für frischen Wind sorgten dagegen der Jugendwart Jörg Sakowski und sein Stellvertreter Ralf Koch. Sie versorgten die gestandenen Brandbekämpfer mit gleich fünf jungen Kameraden, die aus der Jugendwehr in die aktive Truppe wechseln.

Eng verbunden ist die Feuerwehr Loburg mit ihrem Förderverein, der nicht nur nach Einsätzen für die Stärkung der Aktiven sorgt, sondern vor allem die zahlreichen kulturellen Veranstaltungen im Ort mitträgt. Sei es das Binden des Maibaumschmuckes, die Beteiligung am Weihnachtsmarkt oder zuletzt das Weihnachtsbaumverbrennen, stets stehen die Förderer und die Feuerwehrleute Seit an Seit. Der Verein besteht derzeit aus 39 Mitgliedern, davon 20 Aktiven und 19 Passiven.

Was die künftige Ausgestaltung des Weihnachtsbaumverbrennens betrifft, wollen die Veranstalter noch einmal überlegen. Denn angesichts der mehr als enttäuschenden Beteiligung seitens der Bevölkerung war den Kameraden die Lust auf weitere Brauchtumsfeuer vergangen: Zwar hatten gut 200 Loburger gerne das Angebot genutzt, so ihren Nadelbaum auszumustern, aber zum Feuer auf der Burgwiese war kaum jemand gekommen. Konsequenterweise hatte man daher die Ausrichtung des Osterfeuers in diesem Jahr gar nicht erst übernommen.

Die Kameraden der Loburger Wehr, die in diesem Jahr befördert oder ausgezeichnet worden sind.

Auszeichnungen und Beförderungen
Beförderungen Auszeichnungen
Feuerwehrmann:
Lennard Bartel
Tim Lehmann
Nikolas Meyer
Phillipp Plagemann
Tony Schultze
Daniel Rank
Hauptfeuerwehrmann:
Ralf Koch
1. Hauptfeuerwehrmann:
Tobias Jahnke
Oberlöschmeister:
Christian Maier
Hauptlöschmeister:
Pieter Schüler
10 Jahre:
Lennard Bartel
20 Jahre:
Tobias Jahnke
Patrick Schüler
30 Jahre:
René Moschkau
40 Jahre:
Stefan Freier
50 Jahre:
Ingbert Jahnke
Übergang in die Alters- und
Ehrenabteilung:

Horst Lehmann



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