Herbstmarsch der Kinder- und Jugendfeuerwehren der Einheitsgemeinde Möckern in Hohenziatz
Erfolgreich in gemischten Teams

Von Stephen Zechendorf
Volksstimme vom 25.10.2017

Mitglieder nahezu aller Kinder und Jugendfeuerwehren der Stadt Möckern haben am Sonnabend beim diesjährigen Herbstmarsch teilgenommen.

Teebeutelweitwurf mit dem Mund ist nur eine der Aufgaben gewesen, die die Kinder und Jugendlichen beim Herbstlauf absolvieren mussten. Damit wird schnell deutlich, dass der Parcours nicht sonderlich streng an feuerwehrtechnische Themen gekoppelt war. Und wenn doch an einer der zehn Stationen mal ein Feuerwehrschlauch eine Rolle spielte, dann wohl nur, damit daraus einen Begriff geformt wird, den die anderen im Team zu erraten hatten.

Hund? Katz? Maus? Oder doch Kamel. Beim Figurenlegen standen die Ratenden im Team oft erst mal auf dem Schlauch.

Mit einer Bierkastenkette über die (an dieser Stelle sehr flache) Ihle oder mit verbundenen Augen mit einem Kettcar einen Ball um ein paar Stangen bugsieren - das waren nur einige der Aufgaben, die es im Team zu lösen gab. Dazu ein Allgemeinwissenstest, ausgedacht von kreativen Mitgliedern der Erwachsenen-Feuerwehren, verrät die Möckeraner Stadtjugendwartin Cornelia Vietmeyer.

Mit leeren Getränkekisten bahnten sich die Teams einen Weg über die Ihle.

"Um eine Veranstaltung dieser Größenordnung bewältigen zu können und einen reibungslosen Ablauf zu haben, bedarf es einer guten Vorbereitung und fleißiger Unterstützer", so die engagierte Drewitzerin.

Seit 17 Jahren organisiert Cornelia Vietmeyer den Erlebnistag. Sie brachte die Idee nach Eingliederung in die Stadt Möckern von der Drewitzer Ortsfeuerwehr mit.

18 Jugendfeuerwehren gibt es aktuell in der Einheitsgemeinde Möckern, darunter fünf Kinderfeuerwehren. Von ihnen beteiligten sich nur zwei Orte nicht am diesjährigen Herbstmarsch, der dieses Jahr in Hohenziatz von den hiesigen Feuerwehren ausgerichtet wurde.

Die Betreuung über die potentiellen Feuerwehrleute von Morgen übernehmen in den Orten zumeist je ein berufener Jugendwart und ein bis zwei weitere Betreuer. Bei größeren Veranstaltungen oder Ausflügen springen stets weitere Aktive den Jugendbetreuern zur Seite. Meist sind es Kameraden, die selber auch in der Kinder- oder Jugendfeuerwehr waren, weiß Vietmeyer.

Bei den Nachwuchseinrichtungen der Ortsfeuerwehren geht es darum junge Menschen frühzeitig für die Feuerwehr zu begeistern. Dennoch umfassen die Angebote nur zu 50 Prozent feuerwehrspezifische Angebote. Die andere Hälfte entspricht allgemeiner Jugendarbeit, wie etwa die sehr beliebten Ausflüge ins Kinder- und Jugendzentrum Arendsee. Für die anerkannte Betreuung müssen die Jugendwarte zwei Lehrgänge absolvieren.

Im Vordergrund der Feuerwehr-Nachwuchsarbeit stehen vor allem das Gemeinschaftsgefühl und die Förderung von Selbstvertrauen und Teamwork.

Auch bei der Zusammenstellung der Teams beim Zehn-Kilometer-Herbstmarsch rund um Hohenziatz war das sichtbar. Kinder aus den Wehren Wüstenjerichow und Büden bildeten eine gemischte Mannschaft und belegten bei den Kinderfeuerwehren mit 42 Punkten den ersten Platz vor Lübars (39), Krüssau (36) und Theeßen (32). Weitere Mix-Mannschaften stellten bei den Jugendwehren die Orte Wörmlitz, Theeßen, und Küsel. Hier siegten die Loburger vor Drewitz und Hohenziatz.

Den Gastgebern stellte die Jugendwartin ein großes Lob für die Organisation und die Bereitstellung aller Räumlichkeiten aus: "Besonders danke ich Jenny Wiehl, die ihre Aufgaben super erledigt hat. Vielen Dank auch an die Stadt Möckern, ohne deren finanzielle Unterstützung diese Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre."

Kinder und Jugendliche mit Interesse an der Jugendfeuerwehr sollten im Feuerwehrgera?tehaus ihrer Ortschaft einfach mal vorbeischauen und sich ansehen, wie in der dortigen Jugendwehr gearbeitet wird. Wer zwischen sechs und zehn Jahren alt ist, kann in eine Kinderfeuerwehr eintreten. Zwischen zehn und 18 Jahren besucht man die Jugendfeuerwehr.

Zehn Kilometer führte der diesjährige Herbstmarsch rund um Hohenziatz.



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