Mit dem Oldtimer zum Einsatz
Gemeinsame Jahreshauptversammlung der Loburger Feuerwehr und des Fördervereins

Von Stephen Zechendorf
Volksstimme vom 24.03.2017

Es ist die Zeit, in der die Kameraden der Ortsfeuerwehren der Stadt Möckern Jahresbilanz ziehen. So auch in der Loburger Feuerwehr, in der sich im Jahr 2016 ein Leitungswechsel vollzogen hatte.

Dass der neue Wehrleiter Tino Lehmann also zuerst seinem Vorgänger-Team Heiko Bartel und dessen Stellvertreter René Moschkau für deren Arbeit dankte, verstand sich. Beide hatten zum Ende ihrer Amtsperiode erklärt, nicht für eine weitere Amtszeit kandidieren zu wollen.

Dank gebührte freilich allen Kameraden, die im Jahr 2016 zu insgesamt 29 Einsätzen ausgerückt waren (Siehe Info-Kasten). Der neue stellvertretende Wehrleiter Pieter Schüler erinnerte an einige der Einsätze noch einmal etwas genauer.

Zwölf Mal hatte es in größerem oder geringerem Ausmaß gebrannt. Dabei kam auch ein sogenannter "Böswilliger Alarm" vor. Hier hatte am 26. Februar ein alkoholisierter Heranwachsender einen Wohnungsbrand gemeldet, den es gar nicht gab. 17 Kameraden waren dazu ausgerückt. Die Rechnung für den Einsatz wurde den Eltern des jungen Verursachers zugeschickt.

Zu den besonderen Einsätzen zählt nach Ansicht der Loburger Blauröcke auch die Unterstützung bei einem Vogelgrippe-Einsatz im Landkreis. Hier übernahmen die Wehrleute die Dekontamination von Fahrzeugen. Alles in allem kamen die Loburger Kameraden so auf 237 Einsatzmannstunden". Haupteinsatztag war - wie übrigens auch bei der Feuerwehr Möckern - der Mittwoch. Der Sonntag blieb den Kameraden "heilig", so Pieter Schüler. Am siebenten Tag der Woche blieben die Sirenen über Loburg stumm.

Im Fuhrpark wünschen sich die Loburger Kameraden, ebenso wie die Kollegen in vielen anderen Ortsfeuerwehren, jüngere Fahrzeugmodelle. Das betrifft insbesondere das Loburger Löschfahrzeug LF 16 TS 8 aus dem Jahr 1987: "Wir fahren mit einem Oldtimer zum Einsatz. Hier wäre ein Ersatz nötig", so Tino Lehmann.

Wenngleich die Kameraden nicht viel machen können, wenn an den Fahrzeugen der Lack ab ist, so werden sie doch selbst aktiv, wenn am Gerätehaus die Fassade bröckelt. Ein Arbeitseinsatz im Jahr 2016, als die Mitglieder von Feuerwehr und Feuerwehrförderverein die Giebelwand zur Dammstraße neu malerten, wurde von allen Seiten gelobt: "Das zeigt, was für eine tolle Truppe wir sind", freute sich Wehrleiter Tino Lehmann.

Auch in diesem Jahr ist ein Einsatz an der Fahrzeughalle angedacht. Weitere feststehende Termine sind das Maibaumstellen, das Osterfeuer am 15. April, die Teilnahme am Stadt- und Kreisausscheid im Löschangriff Nass und der Tag der offenen Tür am 26. August. Dann nämlich soll das 70-jährige Bestehen der Loburger Jugendfeuerwehr ausgiebig begangen werden.

Deren aktueller Jugendleiter Jörg Sakowski stellte die Arbeit der Nachwuchstruppe in seinem Bericht vor. Aktuell lernen 15 Jugendliche im Alter von acht bis 15 Jahren von ihm und seinem Vize Ralf Koch das Handwerk der Brandschützer. Weil vier der Jugendlichen in Rosian wohnen, gibt es eine Kooperation mit der dortigen Ortsfeuerwehr.

Die Jahresversammlung der Loburger Feuerwehr war zugleich auch das Jahrestreffen des dazugehörigen Fördervereines, dessen Vorsitz der ehemalige Wehrleiter Heiko Bartel übernommen hat. Die Förderer der Feuerwehr unterstützen etwa die gesellschaftlichen Aktionen, wie das Maibaumstellen oder Weihnachtsbaumverbrennen. Für die Jugendfeuerwehr war ein Pkw-Anhänger angeschafft worden, ebenso wurden T-Shirts für die Kameraden und die Reparatur des historischen Löschfahrzeuges finanziert. Von den 38 Fördervereinsmitgliedern tritt die Hälfte aktiv im Verein auf, die anderen 19 dienen dem Verein passiv fördernd mit finanzieller Unterstützung Über den aktuellen Stand des Internet-Auftrittes der Feuerwehr informierte der dafür Verantwortliche Christian Maier. In seinem Grußwort ging Ortsbürgermeister Bernd Wünschmann auf die neue Wehrleitung ein: "So ein Wehrleiterwechsel tut immer gut. Er bedeutet neues Blut und neue Ideen." Wünschmann lobte die schnelle Ausrückezeit der Kameraden sowie die gute Nachwuchsarbeit: "Ihre Einsätze können sich sehen lassen. Es ist ein Ehrenamt, für das man manchmal auch beschimpft wird. Die Leute erwarten einfach, dass immer jemand kommt und hilft."

Bernd Wünschmann (li.) mit der neuen Wehrleitung und ausgezeichneten Mitgliedern. Das Fahrzeug im Hintergrund wird nur zur Traditionspflege genutzt.

Zahlen und Fakten zur Feuerwehr Loburg
Zu 29 Einsätzen wurden die Loburger Kameraden gerufen. Darunter waren 12 Brandeinsätze, 9 Technische Hilfeeinsätze, 7 Unterstützungen des Rettungsdienstes und 1 Einsatz des Fach- dienstes ABC. Das bedeutet rund 34 Einsatzstunden etwa 237 Einsatzmannstunden.

Ehrungen für langjährige Mitarbeit
in der Feuerwehr:

Gudrun Neumann (40 Jahre)
Monika Weißmüller (20 Jahre)
Christian Maier (20 Jahre)
Robert Kotowski (10 Jahre)

Beförderungen:
Tino Lehmann (Oberbrandmeister)
Marcus Jahnke (Erster Hauptfeuerwehrmann)
Robert Kotowski (Oberfeuerwehrmann)



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