Feuerwehr-Schulung
Gefahren erkennen und handeln

Von Steffen Reichel
Volksstimme vom 27.02.2017

Erstmalig hatte der Kreisfeuerwehrverband die Sicherheitsbeauftragten der Feuerwehren zu einem gemeinsamen Fortbildungskurs eingeladen.

Partner dabei war die Feuerwehrunfallkasse (FUK). Detlef Garz, technischer Ausbilder mit Schwerpunkt Prävention der FUK-Mitte, konnte als Referent gewonnen werden.

"Jede Wehr, wir haben 92 freiwillige Feuerwehren im Landkreis, hat einen Sicherheits- beauftragten", erläuterte Daniela Quenstedt vom Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes, die die Schulung organisiert hatte und mit der Resonanz zufrieden war.

Daniela Quenstedt weiter: "Es lagen 52 Anmeldungen vor. Aus Krankheitsgründen gab es dann noch einige Absagen, so dass 43 Kameraden an der Schulung teilnahmen."

Diese saßen im Schulungsraum dann Detlef Garz gegenüber, der aus seiner langen Praxis die Unfallrisiken im Einsatzdienst, bei Übungen, bei der Ausbildung und anderen Gelegenheiten genau kennt.

Der theoretische Teil erfolgte im Schulungsraum der feuerwehrtechnischen Zentrale des Landkreises. Foto: Kreisfeuerwehrverband JL

Immer wieder ereignen sich zum Beispiel Verkehrsunfälle auf dem Weg zum Einsatzort. Besonders tragisch war der im Jahr 2006 bei Glindenberg, als vier Kameraden starben. "Aber auch schon bei Feuerwehrfesten gab es Unfälle, zum Beispiel in Zusammenhang mit Hüpfburgen", umreißt Detlef Garz die Bandbreite möglicher Gefahrenquellen.

Deshalb, so Garz im theoretischen Teil der Schulung weiter, sei es Aufgabe der Sicherheitsbeauftragten, mögliche Gefährdungen zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken bzw. sie erst gar nicht entstehen zu lassen. Und natürlich, ihr Wissen an die Kameraden in den Ortswehren weiterzugeben.

Zu den Aufgaben der Sicherheitsbeauftragten gehört es unter anderem, in den Gerätehäusern auf den sicherheitstechnischen Zustand zu achten.

Wie das zu geschehen hat, wurde im praktischen Teil der Schulung am Sonnabend durchgespielt. Die teilnehmenden Kameraden bildeten Gruppen, die im FTZ Fahrzeughalle, Schlauchturm, Lager, Umkleideräume usw. unter die Lupe nahmen, den sicherheitstechnischen Zustand protokollierten, eventuelle Schwachstellen und Mängel aufzeigten.

"Dieses Training soll den Kameraden dabei helfen, ihr heimisches Gerätehaus ebenfalls nach verschiedensten Parametern unter die Lupe zu nehmen", erklärt Daniela Quenstedt, die am Ende des Schulungstages feststellen konnte, dass die Veranstaltung bei den teilnehmenden Sicherheitsbeauftragten der Wehren gut angekommen sei und "etwas gebracht" habe.

Auch für die Feuerwehrunfallkasse sei diese Ausbildung im Burger FTZ eine Premiere gewesen, bisher gab es Schulungen für Sicherheitsbeauftragte nur zentral im IBK in Heyrothsberge, so Daniela Quenstedt, die sich wünscht, dass die Sicherheitsbeauftragten in allen Wehren den ihnen zukommenden hohen Stellenwert haben.

"Mitunter ist der Wehrleiter gleichzeitig auch der Sicherheitsbeauftragte. Diese Personalunion ergibt sich manchmal aus den Umständen, ist aber nicht erstrebenswert. Jeder Sicherheitsbeauftragte sollte den Kopf möglichst frei haben für seine in jeder Wehr höchst wichtigen Aufgaben", so Daniela Quenstedt abschließend.

Auch das sollten die Sicherheitsbeauftragten der Feuerwehren immer im Blick haben: Funktionieren die Abgasabsauganlagen in den Gerätehäusern richtig? Foto: Steffen Reichel


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