Angebot richtet sich an alle Grundschulen und Kindertagesstätten der Einheitsgemeinde
Es brennt: Du weißt nicht, was zu tun ist?

Von Stephen Zechendorf
Volksstimme vom 08.10.2016

Am letzten Schultag vor den Herbstferien haben die Schüler der Grundschule Loburg einen Ausflug zum benachbarten Gerätehaus der Freiwilligen Ortsfeuerwehr gemacht.

Hier warteten die Stadtjugendwartin Cornelia Vietmeyer und der Loburger Jugendwart Jörg Sakowski auf die Besucher. In der Fahrzeughalle zeigte Jörg Sakowski den Kindern anhand eines speziell ausgestatteten Modellhauses, wie man sich im Falle eines Brandes verhalten sollte und wie Brandmelder funktionieren. Das Modell beeindruckte die Kinder, sieht es doch aus, wie ein perfekt ausgestattetes Puppenhaus. Wenn jedoch durch kleine Schläuche sogar Rauch durch die Puppenstuben quoll, wurde schnell klar, wie ernst das Thema doch ist.

Jugendwart Jörg Sakowski und Stadtjugendwartin Cornelia Vietmeyer stellten das speziell ausgestattete Modellhaus den Grundschülern aus Loburg vor. Foto: Stephen Zechendorf

Die Kinder lernten etwa, dass man sich in einem verqualmten Raum am Boden zum Ausgang tasten sollte. Verstecken sei die schlechteste Lösung, mahnte Sakowski.

Einen Raum nebenan übte Cornelia Vietmeyer mit den Kindern, wie man der Rettungsleitstelle unter der Nummer 112 korrekt die wichtigsten Informationen über einen Brandfall meldet.

Alle vier Klassenstufen beteiligten sich an dem Projekttag im Gerätehaus. Zum Abschluss erhielten sie auch einen reflektierenden Aufkleber für die Kinderzimmertür, der Rettungskräfte im Brandfall darauf hinweist, dass hier ein Kinderzimmer ist, und dass sie ganz genau suchen sollen.

"Wir bieten dieses Angebot allen Grundschulen und auch Kindertagesstätten an", so Cornelia Vietmeyer. Die Grundschule Loburg sei die erste Schule, die diese Brandschutzschulung erbeten habe. Die Stadtjugendwartin kann auf eine Handvoll ehrenamtliche Feuerwehrkameraden im Stadtgebiet zählen, die bei diesen Angeboten mitarbeiten.

Das große Interesse der Kinder beeindruckte die beiden Ausbilder. Mehrere Kinder bekundeten ihr Interesse daran, in einer Kinderfeuerwehr mitzumachen. "Auf solche Wünsche müssen wir reagieren und prüfen, wo die Kinder in eine Kinderfeuerwehr eintreten können", sagte Cornelia Vietmeyer.

Nicht jede Ortsfeuerwehr verfügt über eine Kinderfeuerwehr oder eine Jugendfeuerwehr. Dazu müssen entsprechende Ausbilder zur Verfügung stehen. In die Jugendwehr können Kinder im Alter von zehn bis 18 Jahre eintreten. Die Kinderfeuerwehr wird von Kindern ab sechs Jahren besucht. Ansprechpartner sind die Kameraden in den jeweiligen Ortsfeuerwehren.

In Loburg gibt es eine Jugendfeuerwehr. Sie besteht aus zwölf Mitgliedern im Alter zwischen zehn und 16 Jahren. Der Dienst findet alle 14 Tage freitags von 18.30 Uhr bis zirka 20 Uhr im Gerätehaus statt. Die Jugendlichen werden vom Jugendwart Jörg Sakowski betreut.



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