Loburger Feuerwehr rückt zum Brand im DRK-Hort aus
Feueralarm im Erlebnishort – gelungene Übung

Von Petra Wiese
Volksstimme 11.11.2010
 

Als Handwerker, der die Toiletten reparieren muss, ließ Hortleiterin Lia Fischer am Dienstagnachmittag den Abschnittsleiter des Brandschutzabschnittes Ost, Meik Schulz, mit seinem großen Koffer ins Haus. Aus diesem holte er heimlich das Gerät, um ordentlich Rauch zu erzeugen und so einen Brand zu improvisieren. Er hatte das Fenster in der Toilette angeklappt und so stieg der Qualm die Außenwand im Hof hinauf. Noch bevor die Rauchmelder anschlugen, hatten die Kinder in der oberen Etage die Rauchentwicklung schon bemerkt, riefen „Feuer“ und verließen die Räumlichkeiten schnell durch das Treppenhaus und über die Außenfeuertreppe.

 


Philipp Nicklaus wurde von den Feuerwehrleuten aus dem brennenden Hort geholt.

 


Meik Schulz verursachte die Rauchentwicklung in der Toilette.

 

Auch im Untergeschoss ging das Verlassen der Räume zügig. Die Hortleiterin hatte inzwischen die Feuerwehr alarmiert, während sich die Kinder vor dem Garagenkomplex auf dem Hof sammelten. Es wurde durchgezählt. Hoppla, ein Kind zu wenig – eine Zusatzaufgabe für die Kameraden der Loburger Feuerwehr, die kurz nach dem Ertönen der Sirene mit zwei Fahrzeugen vor dem Hortgebäude anrückten. Die Schläuche wurden ausgerollt und unter Atemschutz begaben sich zwei der Kameraden auf die Suche nach dem vermissten Kind. Tapfer wartete Philipp Nicklaus, der ganz toll mitspielte, auf seine Rettung. Schnell konnte die Übung als beendet erklärt werden und die Kameraden packten ihr Material wieder ein.

Die Mädchen und Jungen warfen noch einen Blick in den Rettungswagen, in dem der verletzte Junge versorgt wurde. Abschnittsleiter Meik Schulz dankte den beiden Sanitätern, dass sie die Aktion unterstützt haben. Schulz konnte insgesamt von einer „gelungenen Übung“ sprechen. Er lobte vor allem die Kinder, die so schnell reagiert hatten. Die Feuerwehrübung war langfristig geplant gewesen. Die Durchführung hatte Hortleiterin Lia Fischer am Herzen gelegen. Solche Übungen sind schließlich sogar vorgeschrieben. Der stellvertretende Loburger Wehrleiter René Moschkau, dessen Sohn auch den Erlebnishort besucht, hatte sich dann um alles weitere gekümmert.

Zehn Kameraden der Loburger Wehr waren im Einsatz, der von Wehrleiter Heiko Bartel geleitet wurde. Da alles geplant war, musste niemand von der Arbeit weggeholt werden. Die Einsatzbereitschaft der Wehr ist wie vielerorts tagsüber meistens nicht gewährleistet. „Im Ernstfall brauchen wir Unterstützung“, so René Moschkau.

Auch die Anfahrt würde sich im Ernstfall schwieriger gestalten, meinte Heiko Bartel in der Auswertung. Für die Übung waren an dem Nachmittag die Parkplätze auf der einen Straßenseite gesperrt. Beim echten Einsatz müssten die Löschfahrzeuge auf der Straße stehen, denn ein Zugriff kann nur von vorne erfolgen. Für die Rettung aus der oberen Etage müsste zudem die Drehleiter aus Möckern angefordert werden.

Dass ausgerechnet die Fenster, durch die die Kameraden das Kind nach draußen befördern wollten, abgeschlossen waren, war eine Erkenntnis, aus der Lehren gezogen werden können. „Dafür macht man solche Übungen“, so Meik Schulz, der ansonsten sehr zufrieden mit der Vorgehensweise der Loburger Kameraden war.

Bei der Aktion stellte sich auch heraus, wie wichtig es ist, dass die Abhollisten für die Hortkinder sorgfältig geführt werden. „Darauf legen wir besonderen Wert“, erklärte Lia Fischer. Für die 51 Mädchen und Jungen war der Dienstagnachmittag sowohl Bewährungsprobe als auch ein besonderes Erlebnis. Die Hortleiterin dankte den Feuerwehrkameraden, dass sie diese Übung möglich gemacht haben.

Die Kinder vom Erlebnishort sammelten sich vor der Garage auf dem Hof, Decken wurden verteilt.



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