Festveranstaltung mit historischem Umzug, Schautag und Tanz in die Nacht
Nach 130 Jahren darf die Feuerwehr Loburg ganz legal einen auf Feierwehr machen

Von Stephen Zechendorf
Volksstimme 11.06.2012  


Kreisbrandmeister Walter Metscher (links) überreichte dem Loburger Wehrleiter Heiko Bartel ein Geburtstagsgeschenk.

Herzlichen Glückwunsch, Feuerwehr Loburg. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr haben am Sonnabend ein "u" ein "i" sein lassen und mit Bürgern und befreundeten Wehren ihren 130. Geburtstag gefeiert.

Am 10. Januar 1882 bekamen die Gründer der Freiwilligen Feuerwehr Loburg vom Regierungspräsidenten in Magdeburg im zweiten Anlauf die Anerkennung der Gründungsurkunde. Dieser Termin gilt als der Gründungstag der Freiwilligen Feuerwehr Loburg, wenngleich es zuvor schon Bemühungen dazu gab und in den Jahren davor eine Pflichtfeuerwehr gegeben hatte.

13 Jahrzehnte später ist die Loburger Wehr gut aufgestellt und kann sich über einen guten Rückhalt aus der Bevölkerung und dem Loburger Vereinswesen freuen. Das bewies die Teilnahme aller Vereine am Umzug, der am Sonnabend durch den Ort zog. Die Schützen, der Karnevalsklub, der Gesangsverein, der Gewerbeverein, die Fördervereine von Sekundarschule und Feuerwehr, die Kinder Loburgs und die Jagdhornbläser, der Loburger Weg und die Loburger Ortschaftsräte bildeten gemeinsam mit den benachbarten Wehren einen langen Tross, der von der Freiheitsstraße entlang der Dammstraße bis zurück zum Marktplatz führte.

Dort durften dann die offizellen Gastredner ans aufgebaute Mikrofon. Für den Innenminister von Sachsen-Anhalt war das der Referatsleiter für Brand- und Katastrophenschutz, Zivile Verteidigung, Militärische Angelegenheiten, Lutz Georg Berkling. Der sprach von Feuerwehren als "die treibende Kraft im ländlichen Gemeinschaftsleben und wichtigste Stütze bei der Gefahrenabwehr im Lande" und überreichte dem Loburger Wehrleiter Heiko Bartel "nur" ein Dankesschreiben, weil die 130 eben kein richtiges Jubiläum ist.

Die Altersabteilung der Feuerwehr Loburg

Die Loburger verfolgten am Rathaus den Umzug mit vorwiegend historischen Fahrzeugen.

Respektvolle Worte angesichts der Kameradschaft und Hilfs- bereitschaft der Blauröcke gab es auch vom Möckeraner Stadtbürgermeister Frank von Holly und dem Loburger Ortsbürgermeister Bernd Wünschmann. Beide gingen auf die Präsenz der Bürger und der Vereine ein, die so ihre Verbundenheit zur Feuerwehr dokumentierten.

Die Schützengilde Loburg unterstrich ihre Glückwünsche mit zwei donnernden Salut-Salven vor dem Gerätehaus, und die Jagdhornbläser bliesen den Feuerwehrleuten auf dem Marktplatz ein Ständchen.

Ob die vier Mini-Gießkannen des Gewerbevereines tatsächlich zur Steigerung der Wehrfähigkeit beitragen, muss dahingestellt bleiben, die mit den Gießkannen verbundene Finanzspritze dürfte den Kameraden dagegen schon weiterhelfen, liquide zu bleiben.

Grüße aus der niedersächsischen Partnerstadt Ostbevern gab es von der 1. stellvertretenden Bürgermeisterin Karin Läkamp. Sie sprach angesichts der bevorstehenden Feierlichkeiten zum 925-jährigen Bestehen der Ortschaft und des 112-jährigen Bestehens der Feuerwehr Ostbevern eine Einladung für das Jahr 2013 aus.

An den Umzug mit reichlich historischen Fahrzeugen schloss sich ein Tag der offenen Tür am Gerätehaus in der Kirchstraße an. Die Gelegenheit, einen Blick ins Feuerwehrdepot zu werfen, nutzten viele Loburger. Abends luden die Feuerwehrleute aus Loburg ihre Gäste dann zu einer langen Tanznacht in ihrem Gerätehaus ein.

Die Loburger Feuerwehr feierte am Sonnabend 130 Jahre Bestehen. In einem Umzug feierten die Bürger und Loburger Vereine, hier der Loburger Karnevalsklub, das Jubiläum.

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