Wie schwer es ist, ein rohes Ei zu bugsieren, ohne dass es kaputt geht
Herbstmarsch der Jugendwehren der Stadt führt sieben Kilometer durch die Natur

Von Stephen Zechendorf
Volksstimme 10.10.2011

Gemeinsam durch den Herbst wandern und bei Aufgaben die Freundschaft festigen. Das ist der Herbstmarsch der Jugendwehren.

 

Dass auch die Brandhelfer eine attraktive Jugendarbeit vorhalten können, bewies am Sonnabend der diesjährige Herbstmarsch der Kinder- und Jugendfeuerwehren der Stadt Möckern.

Was so romantisch klingt, verfolgt das Ziel, die Kinder und Jugendlichen schon früh an den Reiz von Wettkämpfen einerseits und Freundschaftspflege andererseits heranzuführen. Denn bei den Herbstmärschen geht es um beides - Teamgeist und um Ehrgeiz. Die jungen Brandschützer mühten sich jedenfalls, ihr Bestes zu geben.

An diversen Stationen wurden Kreativität, Zusammenhalt oder Schnelligkeit abverlangt, sieben solcher Anlaufpunkte hielt der Loburger Herbstmarsch bereit. Die Stegelitzer Feuerwehr hatte einen kleinen Parcours aufgebaut, an dem es auf Schnelligkeit und Geschicklichkeit ankam. Zum Schluss mussten mit der Kübelspritze Dosen "umgelöscht" werden. Viel anders als beim "Löschangriff nass" der großen Feuerwehrleute war das nicht.

Auch spannend die Station der Magdeburgerforther Wehr: Mit dem Ruderboot musste eine Runde auf einem kleinen Tümpel gedreht werden - freilich mit Rettungsweste. Der Feuerwehrnachwuchs kam so mit Feuerwehreinsatztechnik in Berührung, was gerade in der Kinderfeuerwehr so nicht üblich ist. Erst in der Jugendfeuerwehr können die Mitglieder an der "echten" Einsatztechnik geschult werden, was den Feuerwehren die Akquise des Nachwuchses oft genug erschwert.

Eine besondere Herausforderung des Herbstmarsches war wohl die Aufgabe, während der gesamten sieben Kilometer langen Strecke ein rohes Ei zu transportieren, ohne dass dieses Schaden nimmt. Nicht erlaubt war es, das kostbare Gut im Feuerwehrauto zu hinterlegen.

Die Feuerwehr Stegelitz hatte am alten Loburger Freibad eine Station vorbereitet, die Schnelligkeit und Kenntnisse im Umgang mit der Kübelspritze erforderte.

Ergebnisse des Herbstmarsches
 
1. Loburg 107
2. Tryppehna 106
3. Drewitz 104
4. Hobeck 98
5. Grabow 96
6. Stegelitz I 94
7. Dörnitz 86
8. Krüssau 74
9 Ziepel
Krüssau/Theeßen
63
63
11. Stegelitz III 61
12. Hohenziatz 54
13. Küsel/Schopsdorf 53
14. Stegelitz II 52
15. Möckern/Wallwitz 42
 

Mit der Beteiligung konnten die Organisatoren zufrieden sein, selbst wenn kurzfristig die Mannschaften aus Rietzel und Schweinitz hatten absagen müssen.

In Loburg waren 17 Mannschaften aus der Einheits-gemeinde an den Start gegangen, darunter drei Kinderfeuerwehr-Teams. Allein aus Stegelitz kamen drei Jugend- und eine Kinderfeuerwehrmannschaft. Eine vierte Jugendmannschaft hatte wegen krankheitsbedingter Ausfälle ebenfalls absagen müssen, berichtete Thomas Teichgräber.

Für Möckerns Bürgermeister Frank von Holly war dies ein Zeichen, dass sich das engagierte Bemühen um Nachwuchs durchaus lohnt. In Stegelitz ist dabei auch die räumliche Nähe von Kindertagesstätte und Feuerwehr von Vorteil, fügte die Stadtjugendwehrleiterin Conny Vietmeyer hinzu.

Die Stegelitzer, die drei Mal in Folge den Pokal errungen hatten, konnten die Trophäe behalten, für den diesjährigen Sieger aus Loburg wurde ein neuer Pokal angefertigt.



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