Katastrophenschutzübung im Jerichower Land

Bilder von Anja Guse (Volksstimme 21.10.2010)
Text von Michael Baumann
 

Am 16. Oktober 2010 um 06:46 Uhr löste der Funkmeldeempfänger der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Loburg aus. Die Kameraden wurden zum Sammelpunkt nach Möckern gerufen. Hier gab es die ersten Informationen. Zusammen mit den Feuerwehren der Stadt Möckern, Gommern und Gerwisch setzte sich die Kolonne des 5. Zuges der Kreisfeuerwehrbereitschaft Jerichower Land in Bewegung. Das Ziel war der Truppenübungsplatz Altengrabow.

Dort angekommen, bot sich folgendes Szenario:
Es ist Hochsommer, seit Tagen liegt die Temperatur bei 32°C und ein Waldbrand droht eine kleine Ortschaft einzuschließen. Der Landkreis hat Katastrophenalarm ausgelöst! In Wirklichkeit aber nur eine Übung.

Nach einer kurzen Einweisung wurden die Kräfte zu ihren Einsatzabschnitten beordert. Jeder Zug entsprechend seinem Spezialgebiet. Aufgabebereich des 5. Zuges ist das Retten und die Dekontamination. Somit wurde den Kameraden die Einsatzlage geschildert, dass in einem Wohnblock eine giftige Chemikalie freigetreten ist.

 

Die Kameraden aus Loburg bauten zusammen mit den Kameraden aus Gerwisch mehrere Zelte und Duschen für die Dekontamination auf. Diese Einrichtungen dienen zur Säuberung von betroffenen Personen und von Einsatzkräften. Alles ganz real. Wer im Ernstfall mit gefährlichen Stoffen in Berührung gekommen ist, kommt an diesen Zelten nicht vorbei. Währenddessen drang der erste Trupp, darunter ein Kamerad der Loburger Wehr, unter Atemschutz und zusätzlich geschützt durch Chemikalienschutzanzüge (kurz CSA) zur Messung in das betroffene Gebäude vor. Kurz darauf betrat ein zweiter Trupp das Objekt. Auch hier war ein Loburger Feuerwehrmann dabei. Die Aufgabe des zweiten Trupps war es, die Verpackung, aus dem der gefährliche Stoff ausgetreten ist, einzusammeln und in einem speziellen Behälter nach draußen zu bringen. Dieser Vorgang wurde ein zweites Mal durchgeführt, um so mehrere Kameraden zu trainieren. Anschließend ging es für die Trupps zur Dekontamination. Als Erstes wurde der Chemikalienschutzanzug von außen gesäubert. Danach musste jede Einsatzkraft Stück für Stück ihre Gerätschaften und Einsatzkleidung ablegen, welche im Ernstfall gereinigt bzw. entsorgt werden. Zum Schluss wurde eine Untersuchung durch den leitenden Notarzt durchgeführt.
 

Die Kameraden waren nicht nur beim Vorgehen unter dem Chemikalienschutzanzug beteiligt, sondern halfen bei der Dekontamination und bei der Einsatzdokumentation.

Neben diesem Einsatzgeschehen, wurden auch das Abstützen von Gebäuden und die Rettung aus Höhen durch das THW Burg trainiert. Ein anderer Zug war mit der Bekämpfung des Waldbrandes beauftragt. Ein weiterer Zug mit dem Schützen von Objekten beschäftigt.
 

 

Die Versorgung der Einsatzkräfte war Aufgabe des DRK. Für die reibungsfreie Kommunikation zwischen den Einsatzabschnitten und der Einsatzleitung sorgten die Kameraden des Funktruppwagens Jerichower Land.

Dies war zwar nur eine Großübung, zeigt aber wie wichtig es ist, dies immer wieder zu üben. Die nächste Katastrophenübung soll in 5 Jahren stattfinden.



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