Wehrleiter verzeichnet leichte Steigerung der Einsätze aber: "Die Blauröcke sind mehrheitlich einsatzbereit"
Feuerwehr Loburg blickt auf ereignisreiches Jubiläumsjahr zurück

Von Stephen Zechendorf
Volksstimme 06.03.2013  


Das Jahr 2012 war ein besonderes Jahr für die Freiwillige Feuerwehr von Loburg, schließlich feierten die Blauröcke da den 130. Geburtstag ihrer Freiwilligen Wehr und sie haben seit dem Jubiläumssommer zudem eine geweihte Fahne. All das kam im Jahresrückblick des Loburger Ortswehrleiters Heiko Bartel natürlich noch einmal zur Sprache, als sich die Kameraden am vergangenen Freitagabend in ihrem Gerätehaus zur Jahreshauptversammlung trafen.

Weniger schön war bei dem Jahresrückblick der Umstand, dass die Blauröcke im abgelaufenen Jahr zu zwei Einsätzen mehr ausrücken mussten, als noch im Jahr zuvor: 19 Mal gingen im Jahr 2012 die Sirene oder der "Pieper". Doch auch hier gab es positiv Erwähnenswertes zu berichten: Nach dem Brand in einem Wohnhaus in der Chausseestraße hatten die dankbaren Brandopfer den ehrenamtlichen Helfern eine sehr herzliche Dankeskarte zugesandt. Diese wurde vom Ortswehrleiter verlesen.

Auch Heiko Bartel dankte seinen Kameraden für deren Engagement und bescheinigte ihnen eine gewissenhafte und vorbildliche Einstellung zum Feuerwehrdienst. Wünschenswert seien jedoch immer neue Mitglieder in der Feuerwehr. Der Altersdurchschnitt der derzeit 25 Aktiven wird mit 45 Jahren angegeben. Der Jugendfeuerwehr gehören sieben Jugendliche an.

Zum Thema Risikoanalyse gab Heiko Bartel zu bedenken, dass es wohl nicht eine Ortswehr in der Einheitsgemeinde Möckern gebe, die mit dem von der Firosec GmbH aus Barleben vorgelegten Entwurf einigermaßen zufrieden sei. Laut Entwurf ist die Loburger Wehr nur begrenzt einsatzbereit. Jedoch ereigneten sich 55 Prozent aller Einsätze des Jahres 2012 in der Zeit von 18 Uhr bis 6 Uhr sowie am Wochenende, so dass die Wehr bei der Mehrheit der Alarmierungen einsatzbereit war. "Wir haben erkannt, dass die zukünftige Bewältigung der Aufgaben des Brandschutzes und der Hilfeleistungen nur funktionieren kann, wenn wir als Ortsfeuerwehren unseres Bereiches noch enger zusammenarbeiten und uns gegenseitig ergänzen", so Heiko Bartel.

Der Wehrleiter appellierte an die Stadt, bei der Bedarfsplanung so gut wie möglich Kompromisse für alle Ortswehren zu erarbeiten: "Wer sich für die Gemeinschaft einsetzt und im Notfall Hilfe leistet, den muss die Kommune für seine Tätigkeit auch belohnen. Nur so kann das flächendeckende Netz der Feuerwehren auch in dünn besiedelten Gebieten auf-recht erhalten werden."

Ganz ohne Beförderungen und Ehrungen konnte die Loburger Jahreshauptversammlung freilich nicht verlaufen. So wurde Pieter Schüler zum Löschmeister befördert und Michael Baumann zum Oberfeuerwehrmann. Der Loburger Ortswehrleiter Heiko Bartel selbst wurde von Ortsbürgermeister Bernd Wünschmann und dem Stadtwehrleiter Torsten Quandt für seine 30-jährige Mitgliedschaft in der Loburger Feuerwehr geehrt und erhielt die Anstecknadel der Stufe 3.

Von links: Stadtwehrleiter Torsten Quandt und Ortsbürgermeister Bernd Wünschmann ehren Ortswehrleiter Heiko Bartel für dessen 30-jährige Mitgliedschaft in der Loburger Wehr.

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